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Wo zur Hölle Geht’s zum Himmel?

„Wo zur Hölle Geht’s zum Himmel?“ von Andreas Wening

Komödie in drei Akten

Inszenierung: Oliver Schürmann
Gesamtleitung: Jenny van der Horst

Aufführungstermine

Aula an der Drogandstraße im Mädchengymnasium Borbeck

20. März 2026, 19 Uhr
21. März 2026, 17 Uhr

Frida-Levy-Gesamtschule, Varnhorststr. 2, 45127 Essen

17. April 2026, 19 Uhr
18. April 2026, 17 Uhr

Inhalt

Auch das Jenseits ist nicht mehr das, was es mal war. Das muss Malermeister Wilhelm Holme feststellen, als er für sich selbst völlig überraschend dort eintrifft.

Wer rechnet aber auch auf dem Weg zum Garten Eden mit solch einer Flut von bürokratischem Unsinn? Auch genervte Erzengel, die Flyer verteilend vor der Himmelspforte Werbung fürs Himmelreich machen müssen, und ein Teufel mit einem Burnout entsprechen nicht unbedingt den vorherrschenden Vorstellungen. 

Es braucht einige Zeit, bis Wilhelm erkennt, wo er sich tatsächlich befindet und worum es eigentlich geht. Ihm steht nämlich eine Verhandlung bevor, denn seine Frau hat seine Versetzung in die Hölle beantragt…

Fotos

Besetzung

Gisela GeigenbläserBirgit Hemmer
Wilhelm HolmeSascha Ulber
Alina AlessiChristina Schilp
LuzifaJenny van der Horst
Erzengel PhiKay Winter
Luise HolmeIna Kohn
Isolde Möckel-BiedermannSusanne Sack
Veronika von WertheimFenja Steffen
Teuflischer LieferantAndreas Hemmer
GerichtsschreiberJörg Heikaus
Dr. Armin SommerGerd Sack
Englischer BoteOliver Schürmann

Bühnenbau und Technik

Burkhard Angstmann
Frank Haferkamp
Gerd Sack
Henry Rösler
Jörg Heikaus
Tobias Blanke
Uwe Helling

Kostüme

Kerstin Griese
Marie Seemann

Aus dem Programmheft

Dank der 1. Vorsitzenden

Vorhang auf für die Komödie „Wo zur Hölle geht’s zum Himmel“.

Ein Stück, das von der ersten bis zur letzten Minute mit spritzigem Humor begeistert und garantiert
nie langweilig wird. Die Charaktere sind herrlich schräg, irgendwie „verhaltensauffällig“ und sorgen für jede Menge Situationskomik.

Die Proben haben uns extrem viel Spaß gemacht. Dabei lag die Herausforderung weniger im Text selbst als vielmehr darin, die Komik punktgenau umzusetzen – mit Mimik, Gestik und perfekt getimten Schlagabtauschen, damit der Humor auch beim Publikum voll zur Geltung kommt.

Ein herzliches Dankeschön an Oliver, der dieses witzige Stück für uns entdeckt hat.

Das Bühnenbild ist ein echter Traum in Blau – himmelsgleich. Unsere Bühnenbildner haben einmal mehr großartige Arbeit geleistet und mit viel Kreativität und Engagement alles möglich gemacht.

Zum Schluss natürlich ein riesiges Dankeschön an alle Beteiligten vor und hinter der Bühne. Nur durch unsere starke Teamarbeit gelingt es uns jedes Jahr, zwei Stücke mit vier bis acht Aufführungen auf die Bühne zu bringen.

Wir, das TheaterLaien, hoffen sehr, dass Sie, liebes Publikum, an dieser himmlischen Komödie genauso viel Freude haben werden wie wir.

Ihre Susanne Sack

Regie

Nach den sprachlich bzw. thematisch sehr anspruchsvollen Stücken “Sommernachtstraum” und “Die Frauen von Mandsworth Hall” sollte es nun wieder eine reine Komödie sein.

Bei einem Streifzug durch diverse Angebote verschiedener Verlage biederte sich dann “Wo zur Hölle gehtˋs zum Himmel” in geradezu aufdringlicher Weise an. Bereits beim ersten Lesen konnte ich mir bei den meisten Rollen vorstellen, wer wen spielt.

Schnell kamen Ideen zum Bühnenbild und zur witzigen Umsetzung einzelner Szenen hinzu und rasch entwickelte sich ein Gesamtkonzept zur Inszenierung. Im Laufe der Probenarbeit wurde dies noch wunderbar durch pfiffige Ideen der Akteure immer wieder ergänzt und verfeinert.

Es ist ein Stück mit sehr viel Wortwitz und Situationskomik und der Gedanke war, dies noch auf die Spitze zu treiben und an vielen Stellen immer noch eins drauf zu setzen, ohne ins Alberne oder Plumpe zu verfallen.

Der Ort des Geschehens ist überwiegend, soviel darf hier verraten werden, eine Zwischenetage auf dem Weg von der Erde zum Himmel oder zur Hölle. Wohin die Reise geht, entscheidet sich hier.

Und weil eben niemand genau weiß, wie es dort aussieht, konnten wir hier unserer Phantasie zum Bühnenbild freien Lauf lassen und ein Ambiente kreieren, in welchem sich die spontan dort hineingeratene Hauptperson zu Recht fragt “Wo bin ich denn hier gelandet?”

Passend zu dieser surrealen Welt hat unser Kostümteam für die Vertreter der himmlischen wie höllischen Zunft Kleidung entworfen, die nicht nur einzigartig ist, sondern auch auf jeder Fashion Week für Furore sorgen würde. So haben wir nun ein Theaterstück, wo alles ein bisschen mehr, ein bisschen kurioser, ein bisschen drüber ist.

Und dennoch bietet die Story zwischen Akten, Konfetti, Verordnungen, Pillen, Pinsel und Pizza viel Gezicke, Streitereien, Überheblichkeiten, Backfischgehabe nebst den Folgen eines Mordversuchs, sowie eine Gerichtsverhandlung am Rande der Eskalation; jede Figur hat spezielle Macken, aber auch Verletzlichkeiten, man sieht also, auch kurz vor dem Himmel (oder der Hölle) ist es wie im wahren Leben und man mag sich vielleicht in der ein oder anderen Person oder Situation wiedererkennen.

Doch wir sind weit entfernt davon, hier einen mahnenden Finger heben oder Moralapostel spielen zu wollen oder gar sozialkritisch daherzukommen. Allenfalls kann, wenn überhaupt, wer mag – ab und an ein Blick in einen loriesken Spiegel geworfen werden.

Wir hatten jedenfalls viel Spaß bei den Proben und es stellte sich bereits früh eine Spielfreude ein, die wir bis jetzt bewahrt haben, so dass die Zeit des Einstudierens ebenso kurzweilig, wie schnell vorüber war.

Und so stehen/sitzen/liegen wir heute vor Ihnen, liebes Publikum und hoffen, dass sie diesen Abend genießen und ebenso viel Freude wie viel zu lachen haben.

Es kann zwischendurch auch schön sein, einfach nur mal herrlich verrückt zu sein.

Ihr Oliver Schürmann

RÜCKBLICK AUF 16 JAHRE BEIM THEATERLAIEN

Seit mehr als 16 Jahren als aktives Vereinsmitglied auf der Bühne des TheaterLaien e. V., wurde ich neulich liebevoll gefragt, ob ich als „alter TheaterLaien Hase“ nicht Lust hätte, einen Artikel für das Programmheft zu schreiben: wie sich aus meiner Sicht das TheaterLaien, sowie auch ich mich im Verein verändert habe. In meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich mit Freude zugestimmt. Nun sitze ich hier und stelle fest, dass das Schreiben doch recht schwierig ist. Wie Sie schon nach den ersten Zeilen feststellen können, bin ich der absolute Profi in Bildung von Schlangensätzen. Auf der Bühne ist es da doch einfacher, da ist der Text ja vorgegeben. Nun, ich werde mich der Herausforderung stellen!

GEHÖRIGES STÜCK GELASSENHEIT GEWONNEN
Was hat sich geändert in der ganzen Zeit? Ich muss sagen, als ich damals anfing, kannte ich keinen so richtig und war auch sehr schüchtern. Bei meinem ersten Auftritt, bei „Zeugin der Anklage“ mit gefühlt einem Satz, war ich so nervös, dass ich nur noch dachte: „Boden tu dich auf und lass mich verschwinden.“ Aber Aufgeben war keine Option, da das Theaterspielen mir sehr viel Spaß machte und ein guter Ausgleich zum Arbeitsleben war und noch ist. So kamen dann auch ernste Rollen wie Miep Gies im Stück „Das Tagebuch der Anne Frank“, auch verrückte Rollen wie Olive Harriet Smythe aus dem Stück „Wie wär´s denn Mrs. Markham“, die ständig von ihren Hündchen und der frischen Luft in Norfolk schwärmte. Als ich diese Rolle zugeschrieben bekam, dachte ich nur – ausgerechnet die!!! Oh nein!!! Doch ich habe während der Proben immer festgestellt, dass man aus jeder Rolle etwas machen kann. Heute, nach unzähligen Stücken, habe ich natürlich auch noch eine „gesunde“ Nervosität vor den Auftritten, bin aber mittlerweile entspannter und lockerer. Grundsätzlich muss ich sagen, dass die Regisseur*innen die Rollen immer super verteilen. Auch wenn ich heute natürlich keine 20-jährige Jugendliche mehr spielen kann. Schließlich hat auch die Maske ihre Grenzen. :-)

FRISCHER WIND
In den letzten Jahren konnten wir viele neue Mitglieder gewinnen, die frischen Wind mitbringen und sich sehr engagieren. Nicht nur Schauspieler*innen, sondern auch Bühnenbildner und Techniker kamen hinzu. Früher wurde Licht und Ton von einer einzigen Person gesteuert. Heute haben wir eine ganze Crew von Technikern. Ich bin mir sicher, wir könnten auch ein Stadion beschallen und beleuchten! Auch die Bühnenbildner, alte und neue Mitglieder, übertreffen sich jedes Mal aufs Neue. Das Bühnenbild etwa von „der nackte Wahnsinn“ war damals wirklich der nackte Wahnsinn. Es musste mehrmals während der Aufführung gedreht werden. Auch die Bühnenbilder von „Dracula das Grusical“ und ein „Sommernachtstraum“: Wahnsinn!!! So fühlt man sich auf der Bühne direkt in dem Stück, was super ist. Dies gilt auch für die Kostüme, die aus meiner Sicht immer aufwendiger werden. Schön ist auch, dass sich heute immer mal wieder andere Mitglieder an die Regie wagen, wo doch früher die Regie immer in den gleichen Händen lag. Nicht zu vergessen sind natürlich auch diejenigen, die sich damals wie heute für die Abendkasse und den Brezelverkauf engagieren. Für eine gute Aufführung ist jeder einzelne wichtig!

SINGEN UND TANZEN
Apropos „Dracula“, was das Singen angeht, muss ich mir eingestehen, dass ich da total talentfrei bin. Ich bekam aber, wie auch damals bei „My fair Lady“, trotzdem eine Rolle. Im Notfall werden passende Rollen eben einfach dazu geschrieben. Als ich für „Dracula“ gefragt wurde, ob ich denn etwas tanzen könnte, meldete sich wieder mein jugendlicher Leichtsinn. Es wurde ein gefühltes Ausmaß an Tanzeinlagen. Es hat mir aber dann doch extrem viel Spaß gemacht.

TOLLE THEATER TRUPPE
Nach meinem Empfinden sind wir eine tolle Truppe, die sehr zusammen geschweißt ist, sich gegenseitig unterstützt, sei es bei Wahnsinns-Projekten wie „Dracula“, bei Regiedebüts oder auch bei persönlichen Anliegen. So wird heute aus meiner Sicht ein Stück im Vergleich zu früher mehr gemeinsam erarbeitet. So kann auch ich heute Anmerkungen bzgl. Rolle oder Regie einbringen. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich mit dieser tollen Truppe meine Schüchternheit abgelegt habe.

Welche Rolle ich dringend gerne mal würde spielen wollen? Verrate ich nicht, dann könnte ja die Spannung verloren gehen. Auf jeden Fall, freue ich mich aber auf ein baldiges Wiedersehen beim nächsten Stück.

Fenja Steffen

Mahlzeit

Mahlzeit,

eigentlich wollt ich ja gar nich mehr Theater spielen. Schichtdienst, privater Kram, keine Zeit, wissense? Dann guckse dir dat Musical vonnen Theaterlaien übber diesen Wampir an und verguckst dich nomma ganz neu inne Bühne. Abba so läuft et: Deine beste Freundin is, wat en Zufall, auch im Verein und bequatscht dich, und du denkst dir “Ja komm, eine kleine Rolle nomma für en einziges Stück, du magst ja diesen Shäkesbier… na gut, eine große Rolle, einer musset ja machen… okay, vielleicht mach ich immer nur die Frühjahrsstücke… ach weiße wat, ma gucken, ob dat auch in diesem Herbst wat wird”.

Et wird einem hier abba auch leicht gemacht. Bei den Proben fühlse dich, als würdse nach Hause komm’n. Offen, herzlich, et wird gern gelacht… typisch Ruhrpott irgendwie, versteh’nse? Auch wat ich mir im Verein noch so angucken kann – so Orga vonne Lokäschn oder nen Bühnenschmink-Kurs oder so… dat hat wat. Und wir machen ja nich nur Theater. Da triffse dich auch schomma zum Krimidinner machen oder zu so nem Escäpe Ruum Zeug. Dat is mir wichtig. Am Ende steht und fällt et mit die Leute, und die sind dufte.

Jetz also ma wat ganz anneres. Shäkesbier war ja dat ganz große Kino, vonne Sprache bis hin zu die Rolle. Hab da sonnen Fürsten und ne Elfe gespielt und sein wa ma ehrlich – bei die Elfe musste ich jetz nich so viel spielen, so bekloppt und am Trällern dran lauf ich imma rum.

Dat Stück jetz, dat is auf jeden Fall viel besser zu kapier’n. Is schon witzig, wie die dat da so organisieren, wenne den Löffel abgegeben has. Den ganzen Sesselpupser-Kram im Amt kenn und lieben wa ja alle. Und wat die Rolle angeht… der Willi und ich, wir sind da jetz nich so ein Arsch und ein Kopp. Da musse dich schomma ganz anners drin reinversetzen tun, wat in dem sein Hirn grad so abgeht. Und genau dat is Theater, Schätzken. Irgendwie hatta abba doch seinen eigenen Scharm. Und wenne bei den heiligen Ischen da oben auch ma frustriert bis, kann man dat ja wohl versteh’n.

Im Skript spricht der Typ eigentlich ganz normal. Abba wenne vorher den Sommernachtstraum gemacht has… ich sach ma so, da musse halt deinen Text selbst nomma auf Ruhrpott umschreiben, oppe wills oder nich. Abba ich glaub schon, et hat sich gelohnt. Dat schwör ich Se nackich inne Hand.

Gutgeh’n
Sascha Ulber